Ars et litterae - Lesungen und Vorträge


Jenny Schon--Einladung zu Lesungen Frühjar / Sommer 2017



Einladung

Jenny Schon
liest

Böhmische Geschichten
Literarische Spaziergänge mit Goethe,
Fontane und Rübezahl
durch Böhmen



Mit Musik

im
KulturCafé - MoosGarten
Lorenzstraße 63/Nähe S-Bahnhof Lichterfelde-Ost
D - 12209 Berlin
Dienstag, 25. April 2017, 19 Uhr



Einladung

Lesung und Musik

im Rahmen der Jahresausstellung der Künstlergilde

im Primobuch Berlin-Steglitz

Jenny Schon, M.A., Berlin,
liest Gedichte aus ihren eigenen Werken

Dr. Dietmar Gräf, München,

spielt und improvisiert Musikstücke (Gesang, Klavier, Trompete) u.a. zu ihren Gedichten
und ausgewählten Bildern der Ausstellung
Zeit: Donnerstag, 18.5.17, 19 Uhr
Ort: Primobuch, Berlin-Steglitz, Herderstr. 24 / Ecke Gritznerstraße



Einladung zur Lesung im Rahmen

KULT im WANDEL
kunstraumsteglitz e.V.

Kult-Schaffende

Jenny Schon liest aus eigenen Texten zu Frauen der Literatur, Musik und Kunst.
Jenny Schon ist mehrfach ausgezeichnete Dichterin und Romanautorin
und aktiver Mensch des Kulturlebens und Stadtführerin in Südwest-Berlin
und hat Gedichte und Erzählungen zu bedeutenden Frauen geschrieben.

Zeit: 27. Mai, 18.00 Uhr
Veranstaltungsort: Villa Kult
Hindenburgdamm 12
12203 Berlin- Lichterfelde
Tel: (030) 688354140



Einladung zu der Veranstaltung

zum Gedenken an den 50. Todestag von

Benno Ohnesorg

Diskussion und Lesung


Jenny Schon, 1967 Wespenzeit - Roman

und

NN

Zeit: 1. Juni 2017, 19 Uhr
Ort: Galerie Terzo Mondo
Charlottenburg
Grolmannstraße 28




Jenny Schon--Einladung zu Lesungen Herbst / Winter 2016



http://geest-verlag.de/news/jenny-schon-liest-gedichte-aus-den-
letzten-50-jahren-am-16122016-im-morgenstern-berlin-steglitz


Liebe Freunde und Freundinnen,

wer mag, kann im Anschluß an die Lesung mit mir auf mein neues Lebensjahr anstoßen,

liebe Grüße Jenny Schon

www.jennyschon.de

Preisträgerin des Andreas-Gryphius-Preises 2016


Einladung
Samstag, den 12.11.16, ab 16 Uhr
ist die Midissage der Ausstellung „ART STEGLITZ 2016“
mit Künstlergespräch des Vereins kunstraumsteglitz.

Ab 18 Uhr liest Jenny Schon Gedichte aus "endlich sterblich" und
Geschichten aus dem Buch "Böhmen nicht am Meer".

Ort: Primobuch Berlin-Steglitz, Gritznerstr/Herderstr. 24


Poetin bewegt
Jenny Schon liest Gedichte aus den letzten 50 Jahren...
Über Jenny Schons Lyrik:

Sie haben eine wunderbare Gabe, das Erlebte und geistig Erfasste in Sprache
umzusetzen. Sie schreiben mit einer Leichtigkeit, in einer Fülle und einem
sehr prägnanten Stil, um den Sie auch manch andere Schreiber/innen beneiden
könnten.
Helga Unger, Dichterin, München

Der Musiker Frank Wismar untermalt die Lesung mit
mystischen Klängen aus Llibre Vermell & von Hildegard von Bingen.

Zeit: 16.12.16 um 19 Uhr
Ort: Morgenstern - Antiquariat und Café
Schützenstr. 54
Berlin-Steglitz


Lesung und Buch-Premiere

Jenny Schon


"Böhmen nicht am Meer - Eine Spurensuche bis heute"
Gerhard-Hess-Verlag

Michael Schneider, Heidelberg
spielt aus den Bach Cello Suiten.

Primobuch, Berlin-Steglitz, Herderstr. 24 / Ecke Gritznerstraße
Donnerstag, 1.9.2016, 19 Uhr



Jenny Schon--Einladung zu Lesungen Frühling / Sommer 2016




Premierenlesung "endlich sterblich - de brevitate vitae"
Von der Kürze des Lebens, Gedichte,
im Beisein des Verlegers Alfred Büngen, Geest Verlag, Vechta.
Zeit: Frauentag 8.3..2016, 19 Uhr
Ort: Primobuch, Steglitz, Herderstr. 24/Gritznerstraße


Leipzig liest - Buchmesse Leipzig
Lesung aus dem Roman 1967 Wespenzeit
Datum 19.03.2016
Uhrzeit 13:30 - 14:00 Uhr
Leseinsel Junge Verlage: Halle 5, Stand G200








Jenny Schon bei der Trauerfeier für Che Guevara
1967 in Westberlin



1967 Wespenzeit

Jenny Schon
liest aus ihrem Roman
Ort: attac 50321 Brühl-Kierberg
Gasthaus zur Eule", Schulstraße 25
Zeit: 9.9.2016, 19 Uhr


Leserstimmen:

Das Buch liest sich sehr gut und die Geschichte geht am Schluss so wunderbar auf, das gefällt mir besonders!
Auch finde ich die Sprache, die Frau Jenny Schon wählt, sehr wunderbar und erfrischend.
Petra A., Schweiz

Jenny Schon erzählt ihren Roman in der aufsässigen weiblichen Sprache von unten - wie sie 1967/1968 in
Westberlin gedacht und gesprochen wurde….Spannend, satirisch und sehr empfehlenswert.
Sabine K., Berlin

Für Lesende, die die Bewegung nur aus Reportagen und TV-Dokumentation kennen, werden die Geschehnisse
und Personen der 68er lebendig, die vitale und angenehm unkonventionelle Sprache zieht sofort in den Bann.
Else L., Hamburg

…mon Dieu, aus was für Texten ist dieser Roman zusammengebaut! Chapeau!! Einmal angefangen zu lesen, hört
man nicht auf damit - er ist im besten Sinne kurzweilig. Sie schreiben ein jugendliches - modernes Deutsch.
Ihre Form: die apodiktische Diktion steht Ihnen gut, m.E.
Daß Sie die Ideale Ihrer Jugend nicht verraten haben, berührt mich - macht Sie auch zu meinen potentiellen
Verbündeten. Bestimmte Erlebnisse scheinen sich von Ihnen niemals ablösen zu wollen - mir geht es ähnlich
mit meinen Kriegs-Erlebnissen, gehöre zur Kriegs-Generation (Jg.26). Trotz starker pazifistischer Neigungen
meiner selbst, weiß ich heute genauer: es kann in einem Sonderfall auch einen gerechten Krieg geben -
trotzdem ist jeder Krieg von Übel, wie es einmal der sowjetisch-russische Schriftsteller Granin formulierte.
Ja, Sie haben genau hingesehen, manche Kollegen im Westen (auch im Osten!) wollen ihre hehre Kunst nicht mit
Politik beschmutzen - dabei ist wesentlich-bedeutende Kunst immer auch "politische" Kunst gewesen. Voila.
Gerhard K.M., Kunstmaler, Leipzig.

Jenny Schon, "1967 Wespenzeit" ist ein tolles Buch! Habe es in 2 1/2 Tagen durchgelesen, alle anderen Bücher
beiseite gelegt und mich ganz entführen lassen in eine Welt, die aus heutiger Sicht fast idyllisch wirkt.
Unbedingt lesen! Ein Dankeschön auch an den Verleger.
Alexander C., Berlin.


Jenny Schon--Einladung zu Lesungen Herbst 2015



70 Jahre Vertreibung - Texte und Diskussion
Freitag, 11.9.15, 15 Uhr
Ort: Torstraße 203, Berlin-Mitte, Volkssolidarität


DAS LEBEN IST BUNT Lesung von ALFA
Samstag, 12. 9. 15, 19:00 Uhr
Galerie Terzo Mondo, , Grolmanstraße 28, Charlottenburg


1967 Wespenzeit - Roman
Dienstag, 29.9. 20.15 Uhr,
Büchertisch, Mehringdamm 51, Kreuzberg


Heinrich, oh Heinrich
- Heinrich von Kleist zum 238. Geburtstag (18.10.1777 - 22.11.1811)

Geschichten und Gedichte aus Jenny Schon "fussvolk" und
Jenny Schon "Finger zeig" (beide Geest Verlag);

Cornelia Grosse liest den
Prosahymnus Heinrich an Henriette
Martina Domagala den
Prosahymnus Henriette an Heinrich
Zeit: 20 Uhr, 7.10.15,
Ort: Galerie Kunst.Raum, Markelstr. 60, Steglitz


Drei Biographien aus dem Südwesten Berlins
>>Beppo Pohlmann, Friedenau, Musiker ("Kreuzberger Nächte sind lang..."
in: "Wo sich Gott und die Welt traf - 50 Jahre Mauerbau", Geest Verlag)
>>Uli Weigel, Lichterfelde, (Musikproduzent von "Kreuzberger Nächten"
u.a.)
>>Jenny Schon, Schmargendorf (Sinologin, Stadtführerin, Autorin u.a.
"Finger zeig - Berliner Geschichten", Geest Verlag)

Zeit: Samstag 10.10.2015, 19 Uhr
Ort: Museum Steglitz, Drakestraße 64 A, Lichterfelde
vertagt auf 2016!


1967 Wespenzeit - Roman
Samstag, 24.10.15, 17 Uhr,
Bürgerforum Kladow, Kladower Damm 387


1967 Wespenzeit - Roman
Freitag, 4.12.2015, 19.30 Uhr,
Primobuch, Steglitz, Herderstr. 24/Gritznerstraße



Premierenlesung "endlich sterblich" - De brevitate vitae/Von der Kürze des Leben
Gedichte, Geest Verlag,
Freitag, 18.12.15, 20 Uhr
Galerie Terzo Mondo, Grolmanstraße 28, Charlottenburg

vertagt auf 2016!




Jenny Schon--Einladung zu Lesungen 2015




Roma-Mädchen

Jenny Schon "Der Graben" und
Nicoleta Craita Ten'o "Man bezahlte den Kuckuckseiern den Rückflug" lesen aus ihren Romanen.
Zeit: Freitag, 27.2.15 20 Uhr
Ort: Galerie Terzo Mondo, Grolmannstraße 28/Savignyplatz, Charlottenburg

Literatur goes
Mit Hergen Albus ,Vanessa Arend-Martin und Harald Melzer
Ort: Biomalzfabrik in Teltow
Zeit: 20.03.2015

Lesung und Gespräch zwischen Buchdeckeln
Die Autorin Jenny Schon und der Verleger Michael Fischer reden über Schreiben und Buchverlegen - Präsentation
des Buchprogramms der dahlemer verlagsanstalt
Zeit:Dienstag, 24.3.15, 19.30 Uhr
Ort: Primobuch
Steglitz, Herderstr. 24
Eintritt frei

PEN Deutschland
Veranstaltung mit den "Neuen"
Moderation: Wilhelm Bartsch, Regula Venske
Ort: Johanniskirche Magdeburg, Johannisbergstr. 1,
Zeit: Freitag 8.5.2015, 19.00 h

Lesung zum 125. Geburtstag von Emil Schwantner, Bildhauer
Aus dem neuen Buch: Boehmen nicht am Meer - Eine Spurensuche bis heute (1945-2015)
Museum Hohenelbe/Tschechien, Kloster, Husova 213, 543 01 Vrchlabí
Zeit: Montag, 11.5. 2015
Evangelische Kirche Gemeindehaus Trautenau/Trutnov Úpická 163
Zeit: 14.5.15, 18 Uhr

Premierenlesungmeines Romans "1967- Wespenzeit",dahlemer verlagsanstalt(dave)
Zeit: 29.5.2015, 19.30 Uhr
Ort: Morgenstern-Buchhandlung, Steglitz, Schützenstraße 54

"1967 - Wespenzeit"
Zum Gedenken an Benno Ohnesorg
Zeit: 2. Juni 2015, 19 Uhr
Ort. Jugendwiderstandsmuseum, Rigaer Str. 9/10,
Galiläakirche, Friedrichshain

"1967 - Wespenzeit"
Lesung mit dem ASTA der Uni Vechta
Ort: Uni-Cafe Cafete
Zeit: 8.6.15, 18 Uhr

"1967 - Wespenzeit"
Zeit: Freitag, den 19. Juni, 20 Uhr
Ort: Galerie Terzo Mondo, Grolmannstraße 28
Charlottenburg


Einladung zur Lesung aus dem neuen Roman
Jenny Schon
1967 - Wespenzeit
Roman
dahlemer verlagsanstalt, Berlin 2015
ISBN 978-3-928832-53-3
Und Gedichte der sechziger Jahre aus Jenny Schon "fussvolk"
Geest Verlag, Vechta, ISBN 978-3-86685-386-7


Nicht nur die Beatles sangen 1967 "Love, love, love..."!

Auch Gunda Lux, die Romanheldin in dem neuen Roman von Jenny Schon
hat Liebesprobleme. Ihr Angebeteter Jett Rink ist zwar zunächst nur ein Roman- und Filmheld,
aber während des Flugs nach London im Sommer 1967 steigt er von der Leinwand herab und wird lebendig.
Eigentlich wollte sie ja zu Kalle Marx auf den Londoner Friedhof, zu den Roten Garden in der dortigen
Chinesischen Botschaft, aber der Kuss in der Landkommune Hexley war ihr doch die liebste Erinnerung.
Der Sommer der Liebe ist vorbei, in Berlin warten Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, Che Guevara
wird ermordet, in Griechenland putscht die Junta, ein kleiner Vorgeschmack auf den Deutschen Herbst,
in dem Jett Rink…


1967 war der eigentliche Anfang der Achtundsechziger; eine Zeit, die ganz schön das Establishment piekste,
eben Wespenzeit….



Einige Leser/innenstimmen
Das Buch liest sich sehr gut und die Geschichte geht am Schluss so wunderbar auf, das gefällt mir besonders!
Auch finde ich die Sprache, die Frau Jenny Schon wählt, sehr wunderbar und erfrischend.

Petra A., Schweiz


Jenny Schon erzählt ihren Roman in der aufsässigen weiblichen Sprache von unten - wie sie 1967/1968 in Westberlin
gedacht und gesprochen wurde….Spannend, satirisch und sehr empfehlenswert.

Sabine K., Berlin


Für Lesende, die die Bewegung nur aus Reportagen und TV-Dokumentation kennen, werden die Geschehnisse und
Personen der 68er lebendig, die vitale und angenehm unkonventionelle Sprache zieht sofort in den Bann.

Else L,Hamburg


Mir gefällt deine /Wespe/ so gut, dass ich gestern abend im Bett viel zu
spät das Licht ausgemacht habe. Ich freue mich aufs Weiterlesen! -
Ich hab's durch, Jenny: sehr, sehr beeindruckend.

Barbara A., Berlin


"1967 Wespenzeit" …ist interessant und wirklich gut geschrieben…

Peter F., Köln


Jenny Schon, "1967 Wespenzeit" ist ein tolles Buch! Habe es in 2 1/2 Tagen durchgelesen,
alle anderen Bücher beiseite gelegt und mich ganz entführen lassen in eine Welt, die aus
heutiger Sicht fast idyllisch wirkt. Unbedingt lesen! Ein Dankeschön auch an den Verleger.

Alexander C., Berlin.



Lesungen
Freitag, 10.7.15, 19 Uhr, Salon Kohlenkeller, nur mit Anmeldung
www.roland-wehl.de, Nikolassee

Freitag, 21.8.19.30 Uhr, Morgenstern - Café und Antiquariat
Schützenstrasse 54, Steglitz

Dienstag, 29.9. 20.30 Uhr, Büchertisch, Kreuzberg,
Mehringdamm 51

Samstag, 24.10.15, 17 Uhr, Bürgerforum Kladow,
Kladower Damm 387

Donnerstag, 3.12.15, 19.30 Uhr, Primobuch, Steglitz,
Herderstr. 24/Gritznerstraße



Drei Biographien aus dem Südwesten Berlins
Beppo Pohlmann, Friedenau, Musiker ("Kreuzberger Nächte sind lang...") Uli Weigel, Lichterfelde, (Musikproduzent von "Kreuzberger Nächten" u.a.)
Jenny Schon, Schmargendorf (Sinologin, Stadtführerin, Autorin u.a.
"Finger zeig - Berliner Geschichten")
Zeit: Samstag 10.10.2015, 19 Uhr
Ort: Museum Steglitz, Drakestraße 64 A, Lichterfelde




Buchpremiere Lyrikband "...endlich sterblich"
, Geest Verlag, Galerie Terzo Mondo, Grolmanntr. 28, Charlottenburg,
Freitag, 18.12.2015, 20 Uhr



Lesungen 2014



http://www.gratis-in-berlin.de/heute/item/2018232-7-lange-nacht-des-buches-in-moabit-die-autorin-jenny-schon-liest-aus-ihrem-roman-finger-zeig-geschichten-zum-25-jahr-der-maueroeffnung

https://www.facebook.com/KUNST.RAUM.STEGLITZ.e.V


Freitag 30.5.2014 19.30 Uhr
Buchhandlung Leuwen, Bremen,
Am Wall 171; Moderation Bernd Gosau,
mit dem Literaturkontor Bremen;
Buchpräsentation: "Finger zeig.
Berliner Geschichten zum 25. Jahr der Mauereröffnung
Geest Verlag, Vechta


Samstag 31.5. 2014 15 Uhr
Geest Verlag, Vechta-Langförden,
Im Spieker,
Buchpräsentation: "Finger zeig. Berliner Geschichten zum 25. Jahr der Mauereröffnung
http://www.geest-verlag.de/news/tollhaus-der-w%C3%B6rter-schon-mehr-als-70-autorenanmeldungen-zum-10-literarischen-sommerfest

Montag 2.6. 2014 18 Uhr
Villa Sponte, Bremen,
Buchpräsentation: "Finger zeig.
Berliner Geschichten zum 25. Jahr der Mauereröffnung
Geest Verlag, Vechta

Donnerstag 26.6.14 18 Uhr
Verein südost, Berlin-Kreuzberg,
Großbeerenstr. 88,
Roma-Geschichten, mit Nicoleta Craita Tenò und
Alfred Büngen, Geest Verlag

Montag, 7.7. 2014, 19 Uhr
Jugend[widerstands]museum Galiläakirche
Berlin-Mitte, Rigaer Straße 9/10
Protest und Gesang -
Manfried Hammer, WG-erfahren,
Beppo Pohlmann, Musik-erfahren
lesen aus dem Buch "Wo sich Gott und die Welt
traf - West-Berlin", Geest Verlag, 2011.
Jenny Schon, Mao-erfahren liest aus ihrem neuen Buch
"Finger zeig." Berliner Geschichten zum 25. Jahr der Mauereröffnung
Geest Verlag.



Sonntag, 31.8.2014, 11 Uhr
Schloßstraße 55 | 14059 Berlin
Finger zeig.
Berliner Geschichten zum 25. Jahr der Mauereröffnung
Die Autorin Jenny Schon lebt seit den 1960er Jahren in Berlin.
Aus Ihrer aktuellen Publikation "Finger zeig" liest sie Passagen:
Auf Streifzügen durch Charlottenburg. Eintritt frei.



14. Internationales Literaturfestival Berlin

Berlin liest, Mittwoch 10. September 2014
Auch Jenny Schon liest:
Totentanz
An der Kleist-Gedenkstätte
Bismarckstraße
Wannsee
12 Uhr (telefonische Anmeldung 030-892 13 38)

In mathematischer Reinheit -
Streifzüge durch die Technische Universität Berlin
Universitätsbibliothek
Fasanenstr. 88
Charlottenburg
16 Uhr

Samstag 20.9.14 14 Uhr
Zum Kulturtag der Landsmannschaften,
Rathaus Schöneberg, J.F. Kennedy-Platz
Lesung aus dem Roman "Der Graben" und
"Rheinisches Rondeau"

Dienstag, 7. Oktober um 18.00 Uhr
Zwischen Berlin und Brühl
Jenny Schon liest aus ihren Büchern "Finger zeig" und "Rheinisches Rondeau"
im Cafe Regenbogen, Brühl, Carl-Schurz—Straße 8

Di. 18.11. 20 Uhr
Im Rahmen von Stadt Buch Land
liest aus "Finger zeig.".
Berliner Geschichten zum 25. Jahr der Mauereröffnung
Berliner Büchertisch e.V.,
Mehringdamm 51,2.Hinterhof, 10961 Berlin.

Freitag 5.12. 19 Uhr
Eiscafe Voh, Bundesallee 118, Friedenau
"Weihnachtsbagger" u.a. Geschichten aus "Finger zeig"

Freie Universität ® Berlin



In der U-Bahn--Karin Heller-Engel -1963 Wo sich Gott und die Welt traf - Zeitzeugen berichten, Geest Verlag



Jenny Schon, Manfried Hammer, Manfred Scharrer - FU-Alumni - lesen Geschichten aus den Zeiten der Studentenbewegung - Beppo Pohlmann -Student der siebziger Jahre - erzählt die Geschichte seines Hits Kreuzberger Nächte sind lang, mit Gitarrenbegleitung Im Foyer der Universitätsbibliothek Garystr. 39, Berlin-Dahlem Mittwoch, 5.Februar 2014 um 20 Uhr

Lesungen 2. Halbjahr 2013



Auf den Spuren der sechziger Jahre. Jenny Schon - in den sechziger Jahren Buchhändlerin am Kudamm - stieß in ihrer Mittagspause zu den gegen den Vietnamkrieg Protestierenden. Sie war in der Nähe, als der Student Benno Ohnesorg von dem Polizisten und Stasi-Spitzel Kurras erschossen wurde, sie war SDS-Mitglied wie Rudi Dutschke und Jan Raspe, dem späteren RAF-Mitglied, mit dem sie in London bei Bertram Russel war, der einen Vietnamkongreß organisiert hatte. Jenny Schon machte auf dem 2. Bildungsweg Abitur und studierte Sinologie. Sie war die erste Studentin nach der Kulturrevolution, die in der VR China war. Über diese Zeit liest sie aus ihren letzthin erschienenen Büchern "fussvolk", 2012, Geest Verlag, Vechta, und "Wo sich Gott und die Welt traf", 2011, Geest Verlag, Vechta. Ort: Büchertisch, Kreuzberg, Mehringdamm 51, 2. Hof Dienstag, 9.7.13, 20 Uhr

Sommerlesung der Künstlergilde

Wie im letzten Jahr mit viel Anklang im phantasieanregenden Atelierambiente von Astrid Roeken, Naumannstr. 33 Schöneberg, Gewerbegebiet Haus 2 (zwischen S-Bahnhof J.Leber-Brücke und Südkreuz) Donnerstag, 15.8.13, 18 Uhr

Es lesen Aldona Gustas, Roswitha Schieb, Jenny Schon Stadt Land literarisch

Meine ersten 50 Jahre in Berlin

Ort: Bürgerhaus Berlin-Kladow, Kladower Damm 387 Samstag, 28.9.13, 17 Uhr

Jenny Schon liest Lyrik und Prosa aus ihrem Band:

Rheinisches Rondeau, trafo Verlag Berlin, 2012.

Günter Verheugen schreibt in seinem Geleitwort: "Jenny Schon und ich haben nicht nur in derselben Stadt gelebt, im rheinischen Brühl, sondern sogar in derselben Straße. Jenny wohnte in der Tiergartenstraße, direkt am Eingang zum Brühler Schlosspark, neben der Eckkneipe, Schaffraths hieß sie wohl, in die ich von meinem Vater gelegentlich zum Bierholen geschickt wurde. Jenny war bei den Jungdemokraten aktiv, und ich glaube, ich hatte sie angeworben. Sie ging dann nach Berlin, im rheinischen Jargon von damals "Sibirien", und ich denke, für sie war das der Schritt, der ihr weiteres Leben entschieden hat. Ihr neustes Buch, "Rheinisches Rondeau", eine Sammlung von Gedichten und Erzählungen, die um unsere Heimatstadt kreisen, macht überdeutlich, dass sie heraus wollte aus der Enge der rheinischen Kleinstadt, dem ganzen katholischen Milieu. Aber es zeigt auch gleichzeitig, wie sehr ihr die Stadt dennoch am Herzen liegt. So ist es eine Wiederentdeckungsreise, sie ist den Spuren ihrer Familie nachgegangen und hat den Geist der späten Adenauer-Ära in ihrer literarischen Arbeit eingefangen. Das "Rheinische Rondeau", da sollte man sich vorsehen, gehört nicht in die Gattung des Heimat-Schrifttums. Kritische Distanz bleibt gewahrt. Es geht um Emanzipation und nicht um rückwärts gewandte Sentimentalität.

Der Kölner Stadtanzeiger schrieb über ihre Lyrik:

"...Das Leben weitet sich, die Sehnsucht nach Ankommen bleibt. "Ich bin angekommen ... Da war ich nie", schreibt sie in einem der Gedichte in ihrem Buch. Besonders die Gedichte im ersten Teil des Rheinischen Rondeaus zeigen eindrucksvolle lyrische Stärke." Ort: Nachbarschaftszentrum Bonn-Brüserberg, Fahrenheitstraße 49 Mittwoch, 16.10.13, 14.30 Uhr



Mit dem Verein Friedensweg Roisdorf/Bonn:

Rebellisches Vorgebirge

Ort: Trimborn-Hof, Hemmergasse 49, Bornheim-Rösberg Freitag, 18.10.2013, 19 Uhr Liest Jenny Schon zu Wilhelm Mauchers 12 Geboten, dem Begründer des Rebellenbluts, Texte aus ihren Gedichtbänden fussvolk, Rheinisches Rondeau, Wie Männer mich lehrten die Bombe zu halten und ich sie fallen ließ

Die Brühl-Berliner Autorin und Sinologin Jenny Schon hat seit fünfzig Jahren nicht nur die Welt bereist, sondern auch ihre Reisen bedichtet. Von der Seidenstraße bis zu den Tempeln der Antike hat sie Menschen, besonders aber Frauen beobachtet. Sie liest aus ihren Büchern

"Rheinisches Rondeau" und "fussvolk"

Ort: Cafe Regenbogen, Brühl, Carl-Schurz-Straße 8 Montag, 21.10.2013, 19 Uhr

Wo sich Gott und die Welt traf - Mauerbau und Westberlin Autoren des Buches lesen:

Karsten Harfst, Beppo Pohlman (macht auch noch Musik: Kreuzberger Nächte sind lang…) und Jenny Schon, die Herausgeberin: Ort: Büchertisch, Kreuzberg, Mehringdamm 51, 2. Hof Dienstag, 12.11.2013, 20 Uhr



Meinen Toten… Jenny Schon - Autorin in (West) Berlin seit 1961 - hat ihren Weggefährten Gedichte gewidmet. Sie liest aus ihren Büchern "fussvolk" (Geest Verlag) und "Rheinisches Rondeau" (trafo Verlag), Gedichte zum Buß- und Bettag. Ort: Café finovo, EFEU e.V., Mätthäus-Kirchhof, Großgörschenstr. 12-14, Schöneberg Mittwoch, 20. November 2013, 15 Uhr

Böhmisches

Ort: Kloster Helfta, Eisleben (nicht öffentlich) Samstag, 30.11 2013



Jenny Schon fus s volk – Gedichte in Bewegung - Geest Verlag



Jenny Schon liest aus ihrem neuen Lyrik-Buch. Im ersten Teil bedichtet sie die 60iger Jahre – meist in West-Berlin -
im zweiten Teil reist sie in die Welt, um am Ende wieder am Wannsee zu landen, wo die Reise begann…viele historische Fotos!
16.12.2012, 18 Uhr, Galerie Terzo Mondo, Charlottenburg, Grolmannstraße 28
19.2.2013, 18 Uhr, südost Europa Kultur e.V., Kreuzberg, Großbeerenstraße 88



Jenny Schon

Die erträgliche Leichtigkeit des Seins*

Weihnachten steht vor der Tür
Sagen die Menschen und haben schwere Beine
Vom Poltern und Stoßen und Schubsen
Doch die Welt da draußen ist so wie sie ist
Und wenig vom Menschen beeindruckt

Das Wasser am Wannsee ist winters schwer
Die Leichtigkeit der Segelboote durchbricht nicht die Wellen
Das Wasser liegt flach und dunkel und murmelt
Der Reiher ist irritiert vom Gewicht der Karpfen
Die Weihnachten überlebt haben

Er hebt ab und unterschwebt das Luftpaddeln der Ente
Die schwerfällig ihrem Element entsagt
Sie ist trotz angefressener Pfunde nicht die Weihnachtsgans
Und dann ist sie da - Stille die nicht wehtut begrifflos
Zwischen den Birken das letzte Licht ausleuchtend

Ich sitze am Wasser und spüre meine Seele
Flimmern der Gaslaternen auch Motten leben jetzt in Hütten
Ist Ruh selbst in Wipfeln das Moderlaub dämpft den letzten Gang
Der Menschen der Fuchs schnürt ohne Beute
In der Stadt ist Weihnachten – man hat die Wahl

Zwischen Karpfen Gans oder Hasen…
Aus der Biozucht


aus:
Jenny Schon fus s volk, ISBN 978-3-86685-386-7, Geest Verlag, Vechta, 2012

* In Anlehnung an den Titel von Milan Kundera „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“




Lesungen 2012

Rheinisches Rondeau
Eine Kindheit im Adenauer - Deutschland
Gedichte, Erzählungen

mit einem Geleitwort von Günter Verheugen
und vielen, teils historischen Abbildungen
und Fotografien von Jenny Schon und der
Brühler Fotografin Sigrun Heuser
ISBN 978-3-86465-010-9
trafo Literaturverlag Berlin, 2012

Wo sich Gott und die Welt traf - Westberlin - Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus, Geest Verlag, Vechta, 2011.
Lesung und Diskussion mit der Herausgeberin Jenny Schon und den Autoren Manfred Scharrer und Beppo Pohlmann,
dem Schöpfer des Liedes "Kreuzberger Nächte sind lang", und einem Vertreter des Zeitgeschichtlichen Instituts Potsdam.
Mit Musik.
Das Alliiertenmuseum Dahlem und die Buchhandlung Starick Schmargendorf laden ein:
Dienstag, 24.1. 2012, 19.30 Uhr
Im Outpost, Clayallee 135
Berlin-Dahlem

Wo sich Gott und die Welt traf - Westberlin - Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus, Geest Verlag, Vechta, 2011.
Lesung und Diskussion mit der Herausgeberin Jenny Schon und der Autorin Karin Heller-Engel.
Freitag, 17.2.2012, 19 Uhr
Im Mehrgenerationenhaus Phönix Teltower Damm 228
Berlin-Zehlendorf.

Erzählen gegen den Krieg - Lesung aus PostelbergKindeskinder - Träume und Trauma
Mittwoch, 22. Februar, 17 Uhr
In Südost Europa Kultur e.V. in der Großbeerenstraße 8
Berlin-Kreuzberg, nahe Schöneberger/ Hallesches Ufer.

Böhmisches - Geschichten und Gedichte aus meinen Büchern "Böhmische Polka",
"Die Sammlerin".
Samstag, 10. März 2012, 17 Uhr
im Bürgerhaus des Kladower Forums
Kladower Damm 387
Berlin-Kladow




Berlin im Sommer 2011
Sehr geehrte Damen und Herren,

kürzlich erschien das Buch "PostelbergKindeskinder - Träume und Trauma" im Gerhard-Hess/Odertor-Verlag, bei dem ich Mitautorin bin, und ich schrieb weitere Bücher zum Thema Sudetendeutsche-Kindheit-Trauma www.jennyschon.de.

Nach meinen Lesungen habe ich erfahren, dass es noch immer Menschen gibt, die keine Möglichkeit haben, über ihre Kindheitserlebnisse und -traumen mit ebenfalls Betroffenen zu sprechen.

Unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Frauenverbandes im BdV, Sibylle Dreher, Veranstalterin der Reihe "Lange Schatten", biete ich jetzt eine monatliche Gesprächsrunde für Menschen an, die als Kriegskinder oder Kriegsenkel in Folge des 2. Weltkriegs und seiner Vertreibungen bei einer Tasse Tee über sich und ihre Kindheit sprechen möchten.

Jeden ersten Donnerstag im Monat beginnend 4. August 2011, 15 Uhr

Treff:
Berlin-Kreuzberg
Methfesselstr. 42, 6. Stock (Fahrstuhl)
Klingel: Frauenverband
(Nähe U-Bahn U 6 Platz der Luftbrücke, dann über die Dudenstraße).

Über Ihre Teilnahme würde ich mich freuen. Ich bitte um vorherige Anmeldung unter meiner Email-Adresse: jennyschon@arcor.de;
nur in Ausnahmefällen telefonisch (Anrufbeantworter) 030/892 13 38

Mit freundlichen Grüßen

Jenny Schon
(Autorin)

Sibylle Dreher
(Präsidentin)




Lesung in der Ackermann Gemeinde, Berlin-Mitte, Cafe Sibylle,
PostelbergKindeskinder - Träume und Trauma, Gerhard-Hess/Oderberg-Verlag, 2011,
15.6.2011, 19 Uhr

Lesung im Bürgerhaus Kladow, Berlin-Spandau
Wo sich Gott und die Welt traf - Westberlin
Zum 50. Jahres - 13. August 1961
14.8.2011, 17 Uhr

Lesung in der Stadt-Bibiliothek Reichenberg/Liberec/CZ
PostelbergKindeskinder - Träume und Trauma
12.9.2011, 19 Uhr




Lesung und Gespräch mit Jenny Schon

Jenny Schon ist ehemalige Brühlerin und lebt heute in Berlin. Sie besucht regelmäßig ihre ehemalige Heimatstadt Brühl, um ihre Familie zu besuchen. In Berlin studierte sie Sinologie, Japanologie, Publizistik, Philosophie und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin. Sie bereiste viele Städte und schrieb Ihre Erlebnisse und Eindrücke in zahlreichen Werken nieder.

Ihre Geburtstadt Böhmen, aus der sie im 1945 vertrieben wurde, liegt ihr bis heute sehr am Herzen. Ihre Vergangenheit und die tiefgreifende Beziehung zu Böhmen beschreibt Sie in ihren Veröffentlichungen - Gedichte, Romane, aber auch in Ihren Vorträgen.

Wann? Dienstag, 12. Oktober 2010, 19:30 Uhr
Wo? Die Buchhandlung Karola Brockmann"


    Liebe Frau Schon,
    der Abend mit Ihnen war in der Tat ganz wunderbar und eine Sternstunde für uns. Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei der Lesereise.
    Beste Grüße- auch von meinem Mann,
    Ihre
    Karola Brockmann
    Die Buchhandlung
    Ausgezeichnet als "Buchhandlung des Jahres 2009".
    Uhlstraße 82/Ecke Mühlenstraße
    50321 Brühl
    Tel. 02232. 410 498 / Fax 411869



Lesung aus dem Gedichtband "Wie Männer mich lehrten die Bombe zu halten und ich sie fallen ließ"
Geest verlag, 2009, in der Künstlergilde Esslingen, Samstag, 13.11.10, 10 Uhr, Hafenmarkt 2

"...Denn auch in Deinen Gedichten klingen ja diejenigen Themen an, die alle Menschen unabhängig von ihrer Nation, Hautfarbe etc. betreffen und beschäftigen, wobei viele Einflüsse und Gedanken bei Dir greifbar werden, die Teil der Weisheitsliteratur und humanistischen Tradition sind: Stichwort: Wüste, Steine zum Beispiel. Doerte Eriskat."




Lesung mit Autorin Jenny Schon in Lohfelden
Brücken bauen nach Trutnov



Die gleichen Wurzeln: Die bekannte Schriftstellerin Jenny Schon
las in der neuen Bibliothek in Lohfelden aus ihren Romanen.
Auf dem Bild signiert die Autorin ein Buch für Margerete Pytlik (90) aus Lohfelden,
die – wie Jenny Schon – in der tschechischen Partnerkommune Trutnov,
dem früher deutschen Trautenau, geboren worden ist. Foto: Wohlgehagen


Beata Pütz kauft sich im Riesengebirge ein Haus und wird doch den Schatten der Vertreibung und des Grabens zwischen Deutschen und Tschechen nicht los. „Mein Geburtsland wirkte wie Ausland auf mich. Sie können sich vorstellen, dass das mit dem Haus nicht gut ausgeht“, sagt Jenny Schon den gespannt zuhörenden Veranstaltungsbesuchern in der neuen Bibliothek. Das Haus brennt schließlich ab, die Hauptperson im Roman wendet sich dem Alkohol zu.

In dem neuen Roman „Die Sammlerin“ wandelt die heute in Berlin lebende Schriftstellerin und Sinologin mehr auf den Spuren ihrer Familie. In bildhafter Sprache – Kostprobe: „Wenn ich mich wende, liegt Marschendorf wie in einem grünen Körbchen gebettet“ – beschreibt sie die Schönheit ihrer böhmischen Heimat, verknüpft sensibel Erinnertes mit Erlebtem und baut so gleichzeitig Brücken. Für Deutsche wie für Tschechen. (ppw)

Originalartikel


























Lesungen und anschließende Diskussion aus meinen Büchern:
Der Graben, Roman
Böhmscihe/Ceska Polka, Gedichte

Mittwoch, 9.April 2008, 18 Uhr:        
Haus der Heimat,
Steingasse 25
1030 Wien
Freitag, 11. April 2008, 17 Uhr:
Herminenhof,
Maria-Theresia-Straße 33
Wels/Oberösterreich





Jenny Schon liest aus ihrem Lyrik-Band "Böhmische/Ceska Polka", deutsch
der Liedermacher Jen Jensen, tschechisch,
am: Samstag, 5.5.07, um 13 Uhr,
Ort: Buchmesse Prag (svet knihi), Workshop





Ich lade Sie zu Lesungen aus meinen beiden Büchern im Frühjahr 2007 ein:

Der Graben, Roman, verlag am park/edition ost, Berlin, 2005; ISBN 3-89793-112-5
Böhmische/Ceska Polka, deutsch-tschechisch, der Liedermacher Jen Jensen hat die Gedichte ins Tschechische übertragen, Geest Verlag, Vechta, 2005; ISBN 3-937844-67-8

Als Achtundsechzigerin und Maoistin, die in Westberlin die Mauerzeiten überdauerte, war die Romanheldin Beata Pütz am Chinesischen Meer eher als an der Ostsee, hat die Wüste Gobi gesehen, bevor ihr klar wurde, daß sich im südlichen Brandenburg auch eine Wüste entwickelt, hat -wenn auch nur vom Flugzeug aus- auf den ewigen Schnee im Himalaya geschaut, lange Zeit vor ihrer Besteigung der Schneekoppe.
Das ist dreißig Jahre her.

Eines Tages zitterten Bilder über den Bildschirm, die taumelnde Menschen zeigten, in den Lehm stürzend, Händchen von Kindern waren zu sehen, die versuchten, die Alten zu stützen, eins nach dem anderen durch die Staubhügel Bosnien ziehend…da begann Beata Pütz eine Geschichte zu suchen, in der auch sie vorkam.
Die Bilder begannen sie aufzufressen. Ein Film rotierte in ihrem Hirn, ein Kind, eine Mutter, Staubwege, Waschküche, Kind und Mutter, fliehend auf der Stelle. In einer Therapie fand sie Linderung.
Das ist 10 Jahre her.

Immer wieder die Mutter, die flüchtete. Das Kind tapste ihr hinterher. Geh in dein Bettchen, rief sie, versteckt dich, die Russen kommen. Dir tun sie nichts, du bist ein Kind.
Die Mutter legte sich auf das Dach der Waschküche. Geh in dein Bettchen, hauchte sie, als das Kind ihr nachblickte.
Meine Mama ist auf dem Klo, beteuerte das Kind mit seinen drei Jahren, als die Russen tatsächlich kamen, das Plumpsklo ist im Hof. Sie stürmten die Treppen hinab. Sie konnten die Mutter nicht sehen, so flach lag sie. Sie überlebte.
Einige Zeit später wurden Mutter und Kind von Tschechen außer Landes gesetzt, weil sie Deutsche waren.
Das ist zweiundsechzig Jahre her.

Noch nicht lange habe ich als Literatin, als Nachgeborene, den Mut, auch von diesem Teil europäischer Geschichte zu erzählen. Ich weiß, ich sitze zwischen zwei Stühlen. Es wird Sudetendeutsche geben, die meine "linke" Position nicht billigen werden, ich weiß, es wird Tschechen geben, die sagen, ihr aber habt angefangen. Hat jemals ein Kind angefangen!
Es sind ja jetzt jene, die damals Kinder waren, die den eigenen Spuren und denen ihrer Ahnen nachspüren in Landstrichen, in denen heute andere Menschen leben. Selbst der Jude Marcel Reich-Ranicki spricht von der Unschuld der Kinder; jene in Theresienstadt sowieso, jene in Dresden und in den Flüchtlingstrecks aber auch!

In beiden Büchern, aus denen ich ausgewählte Kapitel deutsch vortragen werde, die auch ins Tschechische übersetzt werden, kommt diese europäische Geschichte bruchstückhaft vor. Viel wichtiger jedoch ist, daß Beata Pütz mit den heute im Riesengebirgsvorland lebenden Menschen Freundschaft schließen kann. Ob es ihr gelingt und wie es ihr gelingt…lesen Sie die beiden Bücher!

Im Zug nach Berlin habe den tschechischen Jagdflieger Jan Horal kennengelernt. Ich war zutiefst beeindruckt von seiner Ausstrahlung und seinem Engagement. Obwohl ich nicht seiner Meinung bin, habe ich ihm das letzte Gedicht "Die alten Männer" gewidmet.
Gemäß der Maxime von Madame de Staël: "Heißt alles verstehen, alles verzeihen?!" hoffe ich im Anschluß an die Lesung auf eine lebhafte Diskussion!

Lesung in der Buchhandlung "Rübezahl"
D-35683 Dillenburg/Westerwald, Hüttenplatz 14
Zeit: Montag, 2. April 2007, 20 Uhr


Lesung im Hotel Duo
CZ-19000 Prag, Teplicka 492
Zeit: Mittwoch, 9. Mai 2007, 18 Uhr;
die Veranstaltung findet in deutscher und tschechischer Sprache statt.


Lesung im Kulturhaus Loschwitz
D-Dresden-Loschwitz, Hauptstraße
Zeit: Freitag, 11. Mai 2007, 20 Uhr
In Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Zentrum, Dresden.






Einladung

Zur Lesung der Berliner Autorin Jenny Schon
Ort: Hotel Duo, Prag
Zeit: Mittwoch, 9. Mai 2007, 18 Uhr


Ich lade Sie zu einer Lesung der deutschen Schriftstellerin Jenny Schon ein, die eine starke emotionale Bindung an unser Land hat.
Frau Jenny Schon wird aus ihren beiden Büchern "Der Graben", Roman, und "Böhmische/Ceska Polka", Gedichte, lesen.
Ihre beiden Werke zeigen ein großes Interesse an den Ereignissen des 2. Weltkrieges und seinen Folgen. Jenny Schon, die im Rheinland aufgewachsen ist und in Westberlin Sinologie und Kunstgeschichte studiert hat, will als Nachgeborene nicht aufrechnen. Sie hofft, daß beide Völker, die Sudetendeutschen und die Tschechen, ihr Trauma überwinden und künftig friedlich und in Freundschaft miteinander leben können.
Frau Schon führt uns in ihren beiden Büchern zu Menschen und Orten in Ostböhmen, woher ihre Vorfahren stammen, wo sie geboren ist, aber keine Erinnerung hat, weil sie ein Kleinkind war, als sie weg mußte.
Auf der Suche nach den bildhauerischen Werken ihres Großonkels im Riesengebirgsvorland freundet sich ihre Romanheldin Beata Pütz mit Menschen der Gegend an, die uns bekannt vorkommen, weil es unsere Nachbarn sein könnten. Sie fühlt sich so wohl unter diesen Menschen, daß sie pro forma einen Tschechen heiratet, um ein Haus kaufen zu können, das früher Deutschen gehört hat. Doch jetzt beginnen die Probleme. Sie wird von Schreckensphantasien heimgesucht und erkrankt schwer.
Gelingt es ihr, zu genesen, gelingt es ihr, die Vergangenheit, die Deutsche und Tschechen schmerzlich erlebt haben, zu überwinden?
Die Mehrzahl der Menschen, die heute leben, haben als Kinder Krieg und Vertreibung erlebt oder sind Nachgeborene. Die Tätergeneration ist fast ausgestorben. Kein Kind auf der Welt ist schuldig an den Ungerechtigkeiten der Welt. Es muß doch möglich sein, sich die Hand zu reichen und gemäß der Maxime von Madame de Staël zu leben, daß, wenn man alles versteht, auch alles verzeiht!
Nach der Lesung folgt eine Diskussion über das Werk und zu den Problemen der Tschechen und Sudetendeutschen.
Jenny Schon bedauert sehr, daß sie nicht wie die in Tschechien verbliebenen Deutschen beide Sprachen beherrscht. Sie hätte gerne das Angebot des Präsidenten Vaclav Havels angenommen, daß diejenigen Deutschen, die in der Tschechoslowakischen Republik geboren wurden, tschechische Staatsbürger hätten werden können. Dann hätte auch die Romanheldin Beata Pütz nicht pro forma einen Tschechen heiraten müssen, um ein Haus zu kaufen.
Jenny Schon sowohl als auch Beata Pütz begannen eifrig tschechisch zu lernen, jedoch der deutsche Kanzler Helmut Kohl machte das tschechische Angebot des Präsidenten Vaclav Havel zunichte. Deutsch bleibt deutsch und tschechisch bleibt tschechisch. Die Spracherwerbsfreude der Autorin hält sich seitdem bedeckt, sodaß die Veranstaltung leider nur in Deutsch stattfinden kann. Möglicherweise wird jedoch ihr tschechischer Übersetzer, der Liedermacher Jen Jensen, anwesend sein.

Mit freundlichen Grüßen





Oktober 2006:
Morgenröte
Tschechien-Lesereise

Bei der Taufe wird es ähnlich sein wie bei der Geburt: kaum einer wird sich erinnern.
Das ist bei mir so, leider aber auch bei meiner Mutter, die sich lediglich der späteren Geburt und Taufe meines Bruders erinnert. Das geht soweit, daß sie mir Fotos schickt mit der Behauptung, ich sei es, wenngleich sie eindeutig meinen Bruder zeigen, denn bei dieser Fotositzung war ich dabei, ich war neun Jahre alt. Der 2. Weltkrieg war sechs Jahre vorbei.
Anzumerken sei, daß meine Mutter ansonsten ein gutes Erinnerungsvermögen hat, aus naheliegenden Gründen jedoch: ein selektives.
Ich habe also keine eigene Erinnerung an meine zweiundeinhalbjährige Kindheit in Trautenau, die jäh von den Wilden Vertreibungen im Juli 1945 beendet wird. Meine Mutter hat diese Ereignisse eher spartanisch, nach der Fähigkeit ihres Bewußtseins, sich mit dem Trauma auseinandersetzen zu können, preisgegeben. Wir haben wenig von früher gesprochen, erst seit der Wende erzählt sie Einzelheiten, ich muß gerechterweise sagen: erst seitdem frage ich.
Einen Traum hatte ich häufig, früher. Mir ist heiß, ich stecke in einem engen Kanal, in einem Schacht und will nach oben, nach vorne, ins Licht.
Robbe durch einen engen rosa angestrahlten Korridor, keine Luftzufuhr, ich drohe zu ersticken, in der Verjüngung, vorne ein Licht, ein Luftzug. Ich strenge mich an, sehr, wühle mich voran auf allen Vieren, ans Licht, ans Licht….
Ich habe es geschafft, ich atme durch, ich lebe!
So muß es mir erschienen sein, dieses Geburtslicht, als der tschechische Bürgermeister meiner Geburtsstadt Trautenau/Trutnov in Böhmen, heute Tschechien, schrieb, ich kann in der Bohumil-Martin-Halle aus meinen beiden Büchern "Der Graben", Roman, und "Böhmische/Ceska Polka", Gedichte, lesen.
Er würde auch Jugendliche der städtischen Musikschule zur Untermalung meiner Lesung animieren.
Es ist nämlich meine Taufkirche, diese nach dem tschechischen Komponisten Bohumil Martin benannte Halle: die in den 1890ern gebaute evangelische Kirche, in der bis kurz nach dem 2. Weltkrieg vor allem deutsche Protestanten zum Gebet zusammenkamen. Davor gab es nur katholische Kirchen im Trautenauer- und Riesengebirgsumfeld.
Mit der strukturellen Veränderung der Bevölkerung nach dem Krieg wurde das Gotteshaus überflüssig. Es wurde ein Konzerthaus. Der Böhme, auch unter der kommunistischen Fuchtel, kann ohne Musik nicht leben.

Im Trautenauer Schwimmbad hatte ich vor zwei Jahren ein zentrales Erlebnis, als eine Schulklasse von etwa acht/neunjährigen tschechischen Kindern vom Schwimmen die Hallentreppe herunterkam. Ich dichtete auf dem Kassenbon in der Cafeteria:
"hier
keine enkel
enkellos
losgelassen
schenkelbreit
scheide tot
krieg"
Die plötzliche Eingebung, daß zwar ich hier geboren, ich aber keine Enkel hier haben werde, die Menschen meiner Generation, so unschuldig wie diese Kinder, traumatisiert sind bis an ihr Lebensende, führte zu einem Rauschzustand an Gefühlen und Gedanken, dem ich zunächst das Gedicht "enkel" verdanke und schließlich den vom Geest Verlag herausgegebenen zweisprachigen Gedichtband "Böhmische/Ceska Polka".
Mein tschechischer Übersetzer Jen Jensen, der im Umfeld der Charta 77 tätig war, inhaftiert und gefoltert wurde, mußte sich kurzfristig wegen durch Folter erlittenen körperlichen und seelischen Verletzungen krankmelden. Eine junge Deutschböhmin war bereit, seine Übersetzungen vorzulesen. Eine Studentin für Violoncello und ihre Schwester, die Pianistin, spielten Händel-Variationen und eigene Kompositionen.
Am nächsten Tag, dem 8. Oktober 2006, einem Sonntag, las ich in der katholischen Renaissancekirche auf dem Friedhof in Marschendorf/Maršov,
der Taufkirche meines Großvaters mütterlicherseits und aller Ahnen aus dieser Schwantner-Familie. Es ist die älteste Kirche im böhmischen Riesengebirge, die soeben von der Mannschaft um Pavel Klimeš restauriert wird, der mit seiner Frau auch das "veselý výlet", Galerie und Touristikladen und Pension, in Dunkeltal/Temni Dul und in Petzer/Pec betreibt, und ein Extrembergsteiger ist. Bei einer Himalayabergbesteigung traf er den Dalai Lama.
Im Anschluß an die Lesung spielte ich die CD mit der Komposition zu 9/11 eines Großcousins aus der Schwantner-Familie, dessen Vorfahren in den zwanziger Jahren nach Amerika ausgewandert waren, weil Armut im Riesengebirge grassierte.
Insbesondere meine Lesung in Marschendorf war als die einer Pazifistin angekündigt worden. Ich hatte wie in Trautenau Gedichte und Prosatexte abwechselnd vorgetragen. Das letzte Gedicht war stets
"Die alten Männer", das ich einem tschechischen Jagdflieger des 2. Weltkrieges, den ich im Zug kennengelernt hatte, gewidmet habe.
Junge Menschen aus der alternativ-arbeitenden Gruppe SEVER, darunter ein Kunsthistoriker, waren anwesend und luden zu einer Besichtung des von ihnen restaurierten Pfarrhauses.

Zu der Vernissage von Werken aus Anlaß des 50. Todestages eines Großonkels der Schwantner-Familie, der von 1920 und 1946 Bildhauer in Trautenau war, im Vorriesengebirgsmuseum in Trautenau, trug ich wiederum Gedichte aus der "Böhmischen Polka" vor. Auch dieser Onkel hat gedichtet, mitunter im Riesengebirgsdialekt, den ich aber nicht beherrsche.
Bei der anschließenden gemütlichen Runde ergab sich ebenfalls die Gelegenheit, mit mir über meine Bücher zu diskutieren. Ein deutschböhmischer Freund, der Ingenieur ist und alte Karten sammelt, und zugibt, "es mit der Literatur nicht so zu haben!", mußte notgedrungen übersetzen.
Ein Mittdreißiger versuchte ihn zu begeistern, was meine Literatur betrifft. Der Freund übersetzte nüchtern, ohne seine Gesichtszüge zu verändern. Ich hätte die Atmosphäre wunderbar eingefangen in meinem Roman und in den Gedichten, übersetzte er den Mann, die Menschen hier würden sich wiederfinden, sie würden ermuntert werden über die verlorengegangene Geschichte der Gegend nachzudenken, den von mir gesetzten Spuren nachzuspüren, übersetzte der Freund den Mann. Er bzw. seine schwangere Frau, die Deutschlehrerin sei und ihm in den letzen Tagen, seit er die Bücher erstanden habe, die noch nicht übersetzten Teile übersetzt habe, würden, wenn es nach ihnen ging, mir den Nobelpreis für diese Bücher verleihen. Mein Freund, der Übersetzer aus Not, schluckte und wiederholte: Ja, Nobelpreis hat er gesagt
. Auch ein deutschböhmischer Jude, der als Kind die Nazimassaker überlebte mit seinem deutschen Vater, während die mütterliche Familie ausgerottet wurde, fand sich wieder in meinen Gedichten und Prosatexten, wenngleich ich das Judenthema nur am Rande erwähne.
Ich habe mir erlaubt, Reich-Ranickis Position einzunehmen, daß Kinder, die gequält wurden und traumatisiert sind, sich nicht als Kinder der einen oder anderen Volksgruppe fühlen, sondern gleich welcher Herkunft traumatisierte und verletzte Kinder sind.

In Reichenberg/Liberec habe ich in der Städtischen Bibliothek lesen dürfen, die auf dem Areal der zerstörten Synagoge steht und in die eine neue kleine Synagoge integriert ist.
Die Bibliothek bewahrt das deutsche Kulturgut, das in Lettern in Böhmen zum Leben erweckt wurde, ca. hunderttausend Bücher und Handschriften, sofern sie die Attacken des 20. Jahrhunderts auf die mitteleuropäische Kultur überstanden haben.
Leider haben die Deutschlehrer der örtlichen Gymnasien, die von der Bibliotheksleitung eingeladen worden waren, das Angebot, deutsche Literatur und Sprache der Gegenwart zu diskutieren, nicht angenommen. Vielerorts ist in den ehemals deutschen Gebieten Tschechiens zu spüren, daß das Deutsch, das hier gesprochen wird, ein altertümliches ist, nicht ein mit uns gewachsenes, die wir die Sprache lebendig im täglichen Austausch erleben durften. Deutsch in der Öffentlichkeit war unter den Kommunisten verboten, so blieb die Sprachvermittlung bei den Großeltern und Eltern.
Deutschböhmen verschiedenen Alters und eine Österreicherin waren anwesend und diskussionsfreudig. Eine Dame, die zwei Romane gekauft hatte, einen für ihre Freundin, war von den Gedichten so angetan, obwohl sie eigentlich keinen Gedichtband kaufen wollte, sie bat mich, ihr den Band zu lassen mit der Zusicherung, daß sie bei meiner nächsten Lesung in Prag am 31. Januar 2007 sowohl das Geld als auch ihre Freunde mitbringe.

Samstag, 7.10.06, 18 Uhr
Lesung, deutsch/tschechisch, aus:

Der Graben, Roman, verlag am park, Berlin, 2005, ISBN 3-89793-112-5.
Nach dem Gedenken an das Kriegsende stellt sich jetzt die Frage, was ist aus den Kindern geworden, die an der Hand ihrer Mütter als Vertriebene und Flüchtlinge durch halb Europa stapften! Was hat das Trauma aus ihnen gemacht - jene Kinder von damals, die heute ins Rentenalter kommen - und wird es ihnen gelingen, anzukommen in Mitteleuropa, das seit dem Mittelalter kulturell zusammengehörte und nur wenige Jahrzehnte von terroristischen Regime getrennt worden war.
Nach der Wende sucht die Romanheldin Beata Pütz die Stätten ihrer Kindheit im Norden Böhmens auf. Dann hält sie inne: "Soll das alles mit mir zusammenhängen? Beginnt sich meine Sprache und Wahrnehmung zu verändern in einem anderen Ich? Ich will doch mich finden, nicht das Andere in mir. Das Andere sind Ahnen, die ich gar nicht kenne. Als Kind träumte ich in einer anderen Sprache. Jetzt weiß ich, es war Tschechisch." Und nach einer kleinen Unterbrechung fährt sie fort: "Je tiefer mein Spaziergang in die Vergangenheit führt, um so mehr verfliegen die Staubpartikel, die den Weg unkenntlich gemacht haben".
Der Streit um die Benesch-Dekrete, in deren Folge 1946, also vor 60 Jahren, drei Millionen Deutsche aus der Tschechoslowakei vertrieben wurden, geht weiter. Trotz der Wiederherstellung der historischen Mitte Europas nach der EU-Erweiterung bleibt der schale Geschmack, daß vieles, was der Krieg hinterlassen hat, noch nicht verdaut ist. In dem Roman wird dennoch der Versuch unternommen, den Graben, der beide Völker getrennt hat, zu überwinden.

Böhmische Polka, Gedichte, deutsch und tschechisch (übersetzt von: Jen Jensen), Geest Verlag, Vechta, 2005, ISBN 3 - 937844 -67 - 8.
Die gleiche Problematik wie im Roman, nur verdichtet, teils stakkatisch, in Gedichtform: Krieg und Vertreibung heißt unfruchtbar werden an Körper, Geist und Seele, herausgerissen aus dem Zyklus von Ahnen.
Immer wieder erscheint dieses Trauma in meinem Werk. Aber der Leser wird auch zu Spaziergängen in die wunderbare Landschaft des Riesengebirges eingeladen.

Die Lesung wird musikalisch begleitet von Schülern der Musikschule Trutnov.
Ort: Bohumil-Martin-Halle (Evangelický kostel)
Upicke ulici, CZ-541 01 Trutnov

In dieser evangelischen Kirche wurde ich 1943 getauft. In der Kirche werden heute nur noch selten Gottesdienste abgehalten. Sie dient überwiegend kulturellen Bedürfnissen der Stadt.

Sonntag, 8.10.06, 15 Uhr
Lesung wie in Trutnov.
Ort: Renaissance-Kirche auf dem Friedhof in Maršov IV/Riesengebirge.

Die alte Marschendorfer Kirche auf dem Friedhof ist die Stammkirche der Familie Schwantner, die hier schon seit 16. Jh. ansässig war, der der Bildhauer Emil Schwantner und auch die mütterliche Familie von mir entstammt.
Die Kirche ist älteste Kirche im Riesengebirge und kunsthistorisch wertvoll. Sie ist nach dem 2. Weltkrieg verwahrlost und teilweise zerstört worden. Mit großem Engagement wird sie von dem Betreiber des "veselý výlet" in Temný Dul Pavel Klimeš und seinen Leuten renoviert. Auf dem Friedhof stehen zwei Hauptwerke von Emil Schwantner: die Fries- und die Wagner-Gruft.

Donnerstag, 12.10.06, 17 Uhr
Zum 50. Todestag von Emil Schwanter veranstaltet das Museum des Riesengebirgsvorlandes in Trutnov in seinen Räumen eine einmonatige Ausstellung mit Werken des Bildhauers.
Ich lese eigene Gedichte und Gedichte von Emil Schwanter, die eine entfernte Cousine aufgezeichnet hat.
Ort: Muzeum Podkrkonose, Trutnov

Montag, 16.10.06, 17 Uhr
Lesung, deutsch/tschechisch, aus meinen neulich erschienenen Büchern:
Der Graben, Roman, verlag am park, Berlin,
Böhmische Polka, Gedichte, Geest Verlag, Vechta.
Ort: Wissenschaftliche Bibliothek
Rumjancevova 1362/, CZ-460 53 Liberec 1


Dienstag, 28.11.06, 18 Uhr
Bild-Vortrag:
Zum 50. Todestag des Bildhauers Emil Schwantner.
Der akademische Bildhauer ist 1890 im böhmischen Riesengebirge geboren, hat an der Prager Kunstakademie unter Vaclav Myslbek und Jan Štursa studiert und 1911/12 unter dem böhmischen Bildhauer Franz Metzner am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig gearbeitet. Die Erfahrungen aus dem 1. Weltkrieg verarbeitet er in einer Vielzahl von Kriegerdenkmälern. Der Tod ist sein zentrales künstlerisches Thema.
Nach der Vertreibung 1946 ist er in Schönebeck/Elbe angesiedelt worden, wo er am 18.12.1956 verstarb.
Ort: Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V., Umwelthaus
39104 Magdeburg, Steubenallee 2










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